​​​übertage bringt Texte, die mir helfen, aufmerksamer zu sein – mit soft eyes durch die Welt zu gehen –, etwas vom Tage, von der Nacht aufzubewahren, es dem Tageslicht, dem Kunstlicht auszusetzen und die chemische Reaktion zu beobachten. (Das Gute am Licht: es kann die Dinge entstellen, ihnen ihre Konturen nehmen, sie unkenntlich machen.) Ich greife etwas, weiß oft selbst nicht recht, was es ist, noch was es sein kann. Im Schreiben betrachte ich es, werde mir seiner Bedeutung bewusst oder lasse sie im Verborgenen. Immer fällt das Licht, zeigt etwas, lässt anderes verschwinden. Anlass für einen Text kann Alles sein, eine Szene, die sich im Alltag ereignet, eine Begegnung, ein Bild, das ich betrachte. Ein Film, ein Wort, ein Blick, ein Traum.

In der Reihe Das Gedächtnis der Bilder widme ich mich, vermittelt über fotografische Bilder und bruchstückhafte Erinnerungen, der Geschichte meiner Familie, oder: meiner Rolle darin. Familie, so wie ich es erlebe, ist eine Geschichte des Verlusts; als Verlust aber kann ich sie nicht stehenlassen, ich muss mich besinnen auf die tausend dünnen Fäden, die meine familiäre Herkunft gesponnen hat und über die ich mit der Welt verbunden bin. Fotografien lassen mich momentlang die Gegenwart von Menschen erfahren, die lange gegangen sind.

 

Schließlich gibt es da noch die Reihe Gegenlicht, in der - was leider im Moment noch zu selten geschieht - Gastbeiträge veröffentlicht werden.

...und, ja!, wer mag, darf die Beiträge natürlich gern teilen, kommentieren und 'liken'.

...hier entlang nun also zum Journal...

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