• Britta

Im Traum


Im Traum habe sie ihn umarmt, sagt sie. Er sei ganz nah vor sie getreten, durch eine Tür sei er auf sie zu gekommen, sie habe ihn durch die Tür kommen sehen. Sie habe ihn erwartet, zusammen mit dem Mann, der bei ihr war. Lachend dann, sagt sie, habe sie ihn umarmt, seine schlanke Gestalt, sei ihm mit dem Arm über seinen Rücken gestrichen, eine ausholende Bewegung sei es gewesen. Vielleicht sei sie glücklicher gewesen in diesem Moment als er, sie wisse es nicht, aber der Gedanke sei ihr gekommen. Mit einem Mal stand er ihr in Entfernung gegenüber, hielt sich mit den Händen an der Lehne eines Stuhls. Sie selbst und der andere Mann standen ihm gegenüber. Sie erinnere sich an sein sanftes Gesicht, er habe ganz ruhig zu ihnen gesprochen, sein Sprechen habe sie an einen ruhig dahinfließenden Strom erinnert. Sie erinnere sich nicht daran, was er gesagt habe. Er habe sich ihnen mitgeteilt, so sei es ihr vorgekommen. Er sei zu ihnen gekommen und habe gesprochen. Sie habe das niemals von ihm erwartet, sagt sie.




Copyright Fotografie und Text: übertage - texte aus dem off, August 2020

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